Reken feiert ein Fußballfest

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“ Kein neuer Spruch und schon tausende Male über viele Jahre gehört, aber oftmals absolut zutreffend! Beim „Spiel des Jahres“ in der Spadaka-Arena, das die erfolgreichen und ambitionierten Feierabendfußballer des SC Reken in der ersten Runde des Krombacher-Westfalenpokals gegen den Drittligisten Preußen Münster bestritten, traf die leicht abgegriffene Floskel zumindest teilweise wieder einmal zu. Nicht auf sportlichem Gebiet, damit konnten selbst die allergrößten Optimisten auch nicht wirklich rechnen.

Nach einer wahren Abwehrschlacht mit viel taktischer Disziplin und großem Einsatz verloren die Bezirksligisten gegen den Drittligisten beinahe erwartungsgemäß, hielten die Niederlage mit einem 0:2 (0:1) durch Julian Schauerte (38. Minute) und Jannik Borgmann (63. Minute) aber durchaus in Grenzen. Eine echte Siegchance hatten die ganz in weiß spielenden Rekener zugegebenermaßen nie. Sie verkauften sich über die gesamte Spieldauer dennoch sehr teuer, stellten die Profis aus Münster lange Zeit vor echte Probleme und dürften die Herzen vieler neuer Fans für ihren Verein erobert haben. Abseits des sportlichen Resultats hat der Rekener Fußball ganz unbestritten auch gewonnen und einen Volltreffer gelandet.

Die Stimmung, das Ambiente, die Fairness der Spieler und das vorbildliche Verhalten von 2.129 Zuschauern inklusive einiger Ultras und rund 250 Preußen-Anhängern waren nicht nur während des Spiels, sondern auch vor und nach dem rekordträchtigen Großereignis durchweg positiv, friedlich und frei von jeglichen Gewaltanflügen. Polizei, Feuerwehr und Rotkreuzler mußten nicht eingreifen und verbrachten zum Glück einen ruhigen Abend. „Hat Spaß gemacht.“ „War ein tolles Erlebnis.“ „Unsere Jungs haben klasse gekämpft und alles gegeben.“ So und ähnlich lauteten die Kommentare nach dem Spiel, das niemand so schnell vergessen wird und das mit dem Prädikat „friedliches Volksfest“ treffend beschrieben ist. (hh)