Teil 2 des Interviews mit Christian Erwig

Bevor es heute Abend zum Pokalkracher gegen Heiden im Spadaka Sportpark kommt (Anstoß 19:30 Uhr, Kunstrasenplatz) lest ihr hier Teil 2 des Interviews mit unserem spielenden Co-Trainer Christian Erwig. Das gesamte Interview lest ihr dann auch ab dem kommenden Wochenende in unserer neuesten Ausgabe unserer Vereinszeitschrift „Flutlicht“. Diese wird pünktlich zum Heimspielauftakt der Ersten wieder druckfrisch am Platz ausliegen.

Den ersten Teil verpasst? Zum ersten Teil geht HIER!

Nach dem Abstieg im Jahr der Fusion heißt nun das klare Saisonziel Aufstieg. Dahin ist es noch ein langer Weg. Wen siehst du als Hauptkonkurrenten um den Aufstieg?

Wir sind neu in der Liga. Ich werde mich in den kommenden Wochen zusammen mit meinen Trainerkollegen intensiv mit der Liga beschäftigen. Ich habe gesehen, dass auch andere Vereine aufgerüstet haben. Eine abschließende Bewertung der Liga ist noch nicht möglich, ist aber auch nicht wichtig für uns. Wir haben genügend Qualität, mit der wir uns in aller erster Linie beschäftigen sollten. Es ist ganz sicher kein Selbstläufer und es wollen bestimmt auch noch andere aufsteigen, aber wenn wir unser Potenzial abrufen können, werden wir erfolgreiche Wochenenden in Reken auf dem Sportplatz erleben.

Wie intensiv wird die Vorbereitung und gibt es Besonderheiten?

Wir haben in den ersten beiden Wochen den Fokus auf Ausdauertraining gelegt. Es gab viele Läufe. In der zweiten Woche stand dann Kraft und Ausdauer auf dem Programm. Danach wird taktisch weitergearbeitet. Wir werden Standards und offensive Spielabläufe trainieren. In der vorletzten Woche wird der Fokus auf Sprints und Schnelligkeit gelegt, bevor es in der letzten Woche der Vorbereitung in den normalen Rhythmus mit Hinblick auf den Saisonstart geht. Natürlich wird es auch einen Mannschaftsabend geben um die Truppe noch enger zusammen zu bringen. Aber es herrscht schon jetzt eine gute Stimmung in der Truppe. Die neuen Spieler wurden hervorragend aufgenommen und integriert.

Du hast unter anderem bei Fortuna Düsseldorf, SF Lotte und natürlich bei Schalke gespielt. In deiner Zeit bei Schalke hast du auch oft bei den Profis mittrainiert und auch einmal in der Bundesliga gespielt. Wie sehr kann die Mannschaft von deiner Erfahrung profitieren?

In den letzten 13 Jahren habe ich viele Mitspieler und Trainer erlebt. Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen. Sowohl gute als auch schlechte. Wie geht der Trainer mit der Mannschaft um, vor allem in dem Bereich habe ich auch negative Erfahrung gesammelt, was ich jetzt selbst als Trainer versuche besser zu machen. Aber ich habe natürlich auch viele gute Eindrücke gesammelt, die ich nun weitergeben möchte. Ich möchte den Ehrgeiz im Team wecken, so dass sie vielleicht auch mal auf die eine oder andere Party verzichten um sich sportlich noch weiter zu entwickeln! Ich versuche viele Punkte mit einfließen zu lassen. Wie kann man den einen oder anderen anpacken, um noch mehr aus ihm herauszuholen. Sei es mit schimpfen oder streicheln. Und zu guter Letzt will ich dem Team natürlich vor allem  sportlich mit einigen Toren weiterhelfen. Ich stehe aber auch abseits des Platzes, genauso wie alle Verantwortlichen,  jederzeit für unsere Spieler bereit, um ihnen Hilfestellung zu geben.

Bei deinen ehemaligen Vereinen warst du meist der Top-Torjäger. Wo wird man dich in Reken auf dem Platz finden?

Vorne drin! Ich habe ja auch seit der Jugend keine andere Position gespielt. . Für die Innenverteidigung haben wir Spieler, die das auf jeden Fall besser können als ich. (lacht)

Ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit habe, in diesem Jahr endlich mal mit meinem Bruder zu spielen und zu trainieren.

Wie wird die Zusammenarbeit mit der Jugend und mit der Zweiten laufen?

Mit der Jugend haben wir jetzt schon vieles umgesetzt. Einige talentierte Jungs haben wir schon bei uns. Sie können nun beweisen, ob sie den Schritt in die Erste schaffen können. Zusammen mit Daniel Sekic wird der Jugendbereich ohnehin intensiv und engagiert  betreut. Das ist auch weiterhin die Zielrichtung. Der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga ist daher so wichtig, um den jungen Spielern auch die sportliche Perspektive hier in Reken bieten zu können. Sie sollen nicht nach Borken, Bocholt, Gemen oder Dülmen wechseln, um höherklassigen Fußball zu spielen. Daher haben wir auch die punktuellen Verstärkungen gesetzt, die aber natürlich nichts am Jugendkonzept des Vereins ändern werden!
Da Mattes nun Trainer in der Zweiten ist sind die Wege dort auch sehr kurz. Auch da ist es so, dass die Zusammenarbeit sehr gut ist. Wir stehen im regelmäßigen Austausch wer die Chance für die Erste bekommt oder wer mal Spielpraxis braucht bzw. aus zeitlichen Gründen nicht in der Ersten spielen kann und dann in der Zweiten ran darf.

Durch die Fusion zählt der SC nun zu den größten Vereinen in der Region. Welchen Eindruck hast du vom Umfeld im Verein.

Noch nicht viel. In den ersten Wochen habe ich intensiv in die Strukturen in und um die Erste blicken können. Ich höre viele Namen, aber ich habe noch nicht zu allen ein Gesicht. Das wird sich aber bestimmt noch ändern. Sicherlich werde ich in den nächsten Monaten weiteren Einblick in die Vereinsstruktur bekommen. Ich freue mich jetzt einfach, aktiv an der positiven Weiterentwicklung des Vereins mitwirken zu können.

Der Abstieg im vergangenen Jahr war sicherlich nicht das, was man sich von der Fusion versprochen hat. Wo siehst du die Mannschaft/den Verein in fünf Jahren?

Oh, schwieriges Pflaster. Auf jeden Fall in der Bezirksliga.  Ich wünsche mir für die nahe Zukunft, dass weiterhin viele Rekener am Wochenende den Weg ins Stadion finden um unsere Teams anzufeuern. Wir brauchen diese Unterstützung besonders dann, wenn es gilt eine der vielen Hürden zu nehmen!!

Christian, vielen Dank für deine Zeit und viel Erfolg bei deiner neuen sportlichen Herausforderung!