Interview mit Christian Erwig

Mit Christian Erwig ist einer der erfolgreichsten Rekener Fußballer zurück zu seinem Heimatverein gekommen. Christian hat sich in den vergangenen Jahren bei verschiedenen renommierten Klubs einen guten Namen gemacht. So war er unter anderem bei Fortuna Düsseldorf, FC Schalke 04 II, SF Lotte, VfB Hüls und dem TSV Marl-Hüls tätig. Zuletzt stand der inzwischen 32-jährige Polizist bei SUS Stadtlohn unter Vertrag. Im Interview sprach Ralph Schemmer zu Beginn der Vorbereitung mit Christian über seinen Wechsel und seine Ziele beim SCR. Das gesamte Interview dann auch in der neuen Ausgabe unserer Vereinszeitschrift Flutlicht, die ab dem kommenden Wochenende an allen bekannten Orten wieder kostenlos ausliegt.

Hallo Christian. Wie waren die ersten Tage im neuen Umfeld?

Hallo Ralph. Obwohl ich dachte, dass ich vieles in Reken kenne, ist doch fast alles für mich neu. Außer meinen Bruder Karsten und den einen oder anderen weiteren Spieler ist das gesamte Team für mich neu. Auch das Umfeld ist neu. Wie tickt der SCR, wo wird gespielt, wer ist wofür zuständig. Aber der Gesamteindruck ist wie erwartet durchweg positiv. Es sind viele gute junge Spieler im Team und es macht richtig Spaß mit ihnen zu trainieren und sie weiterzuentwickeln. Ich hoffe auf eine erfolgreiche und von Spaß geprägte Saison.

Trotz des Abstiegs bist du vom Oberligisten SUS Stadtlohn zurück zu deinem Heimatverein gekommen. Wie kam es zu der Entscheidung?

Da gibt es mehrere Punkte. Der entscheidende war aber sicherlich, dass ich gemerkt habe, dass sich Schichtdienst und Regional- bzw. Oberliga nicht zu 100% vereinen lassen. Bei 4-5 Einheiten pro Woche neben dem Job gab es viele Nächte mit wenig Schlaf, worunter dann auch die allgemeine Zufriedenheit gelitten hat. In Reken sind nun die Wege kürzer und der zeitliche Aufwand etwas geringer. Da bleibt mehr Zeit für andere Dinge. Im letzten Jahr musste ich allein vier Monate wegen Achillessehnenproblemen pausieren. All dies zusammen, gepaart mit dem Wunsch irgendwann einmal in meinem Heimatverein zu spielen, hat letztlich den Ausschlag für einen Wechsel zum SCR gegeben.

Stand für dich schon immer fest, dass du eines Tages zurückkommen wirst?

Ja, klar! Auf jeden Fall. Das war für mich immer eine Option. Mir war immer klar, dass ich dann wieder mehr Zeit neben dem Job habe und der Zeitpunkt ist nun gekommen. Der Kontakt zu Olaf Lange war über die Jahre immer da. Als ich dann während meiner gemeinsamen Zeit in Stadtlohn mit Daniel Sekic über die Option eines Wechsels nach Reken gesprochen habe, konnten wir in entscheidende Gespräche übergehen. Mein Wunsch war es immer zum Ende der Laufbahn nochmal in Reken mit anzupacken. Erste Gespräche mit mir hatte es ja schon mal lose auf der ein oder anderen Feier in Reken und Umgebung gegeben (lacht).

Du wirst nicht nur auf dem Platz Verantwortung übernehmen, sondern auch als Co-Trainer an der Seite von Asmir agieren. Wie kann man sich diese Zusammenarbeit vorstellen?

Wir sprechen abseits der eigentlichen Einheiten sehr viel miteinander. Sei es darum, was die Trainingsarbeit angeht oder was die Aufstellung anbelangt. Man Rückversichert sich viel beim Anderen. Alle drei Trainer (Asmir, Peter und Ich) haben regen Kontakt miteinander. Für mich ist es auch unter Daniel Sekic in Stadtlohn schon gut gewesen, auch mal aus der Sicht eines Co-Trainers auf die Mannschaft zu blicken. Da ergeben sich oft andere Eindrücke und Probleme, die es gilt im Sinne der Truppe gemeinsam zu bewältigen. Nun kann ich auch bei Asmir als Co-Trainer über die Schultern schauen.

Mit Kadir Mutluer, Michael Striys und Abdel Kadir kommen drei weitere erfahrene Spieler nach Reken. Was versprichst du dir von den Verpflichtungen?

In erster Linie natürlich eine Leistungssteigerung der Mannschaft. Sie sollen das Abrufen, wie ich sie aus meiner Vergangenheit kenne. Kadir und Michael kenne ich aus meiner Zeit in der Ober- und Regionalliga. Ich hoffe sie können den Jungs vieles vermitteln. Die Jungs haben die Möglichkeit sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie drei bis vier Ligen höher gespielt wird und sich bei ihnen etwas abgucken. Die Spieler haben eine super Qualität. Sie sind punktuelle Verstärkungen, um unsere eigenen talentierten Spieler weiterzuentwickeln. Speziell von Kadir erhoffe ich mir natürlich auch die eine oder andere Vorlage!

In Teil 2 des Interviews lest ihr in der kommenden Woche alles über die kurzfristigen und langfristigen Ziele sowie die Zusammenarbeit mit den anderen Mannschaften.