Berichte vom Wochenende

SC Reken – FC Epe 1:2 (1:1)

Aufstellung: Langer, Heiming (73. Brenneke), Pels, Korth (77. Piertzak), Sekic, Korte, Aguilar, Niewerth (62. Nils Lütkebohmert), Sonntag, Edeler, Erwig

Torfolge: 0:1 (21. Hache), 1:1 (38. Aguilar), 1:2 (55. van der Veen)

Besondere Vorkommnisse: Semir Sekic (SC Reken) scheitert in der 58. Spielminute mit einem Foulelfmeter an Epes Torwart Wöltering

Die erste Viertelstunde war von gegenseitigem Abtasten geprägt. Die Hausherren fanden von Beginn an nicht zu ihrem Spiel. Die Gäste aus Epe versuchten mit langen und präzisen Bällen dem SC-Gehäuse nahezukommen. Das 1:0 (21.) für die Gäste resultierte jedoch durch einen Stellungsfehler in der SC-Defensive, sodass Epes Osmani unbedrängt flanken und Hache aus fünf Metern den Ball nur noch ins Tor köpfen musste. Rekens Keeper Marvin Langer war in dieser Situation machtlos.

Die Heimmannschaft tat sich auch in der Folgezeit schwer nach vorne zu spielen: viele ungenaue Zuspiele und wenig Bewegung haben es den Gästen einfach gemacht. Dennoch wurde in der 38. Minute der Ausgleich erzielt. Andre Niewerth hat sich auf der rechten Seite durchgetankt und die zu kurz abgewehrte Flanke hat Rene Aguilar überlegt ins Tor untergebracht.

Durch den Ausgleichstreffer bekam der SC nun ein wenig Aufwind. Vielleicht wäre das Spiel auch anders verlaufen, wenn Daniel Edeler kurz vor dem Halbzeitpfiff einen tollen Spielzug mit einem Treffer vollendet hätte. Stattdessen hatte der SC-Kapitän Pech mit einem Lattentreffer.

Kurz nach der Halbzeitpause dann die womöglich spielentscheidende Szene: der ansonsten gute Schiedsrichter hat nach Foul an Jonas Heiming auf Höhe der Mittellinie weiterlaufen lassen und den Gästen einen Konter ermöglicht, den diese zum 2:1 (55.) verwerten konnten. Zunächst hat Marvin Langer toll gegen den auf ihn alleine zulaufenden Osmani pariert, aber gegen den Nachschuss von Jeroen van der Veen konnte auch er nichts mehr retten.

Nur eine Minute später foulte Epes Torwart Wöltering Kevin Korte. Den fälligen Strafstoß (58.) von Semir Sekic konnte Epes Schlussmann allerdings parieren. Die Rekener haben auch in der Folgezeit Chancen zum möglichen Ausgleich gehabt, aber auch die Gäste hätten durch Kontermöglichkeiten den Sack zumachen können. Somit ist das Spiel bis zum Schlusspfiff spannend geblieben.

Die Heimniederlage, so das Fazit von Rekens Trainer Asmir Sekic „ist nicht mal unverdient. Die Eperaner haben viele entscheidende Zweikämpfe gewonnen und waren auch bei den zweiten Bällen viel präsenter“.

Nächste Woche findet das Derby gegen die SG Borken statt. Anstoß ist um 15 Uhr in Borken.

Gronau-Epe –

Bevor es richtig heikel wurde für den FC Epe, hat der die passende Antwort gegeben. Und zwar in Form von drei Punkten, dem ersten Saisonsieg 2015/16. Nico Hache und Jeroen van der Veen trafen in Reken für die Blau-Weißen, während Dirk Wöltering einen Elfer parierte, den er selbst verschuldet hatte.
Von Nils Reschke

Es ist vollbracht! Der FC Epe hat am fünften Spieltag endlich seinen ersten Sieg einfahren können. „Und der war auch verdient“, kommentierte Trainer Jeroen van der Veen den 2:1 (1:1)-Erfolg beim SC Reken. „In den letzten zwei Jahren liefen viele Dinge manches Mal schon fast von alleine. In dieser Saison ist das nicht so. Deswegen ist es schön zu sehen, wie die Jungs heute endlich den Dreh bekommen haben.“

Die erste halbe Stunde war das mit Abstand Beste, was der FCE in dieser Saison bislang präsentiert hatte. Der Ball lief durch die Reihen der Blau-Weißen, die das Spiel machten und demnach folgerichtig auch mit 1:0 in Führung gingen. Nach 20 Minuten war es Nico Hache, der das bis dahin also völlig verdiente Tor für Epe erzielte. Es wäre mehr drin gewesen bis zum Pausenpfiff. Doch während die Kicker aus den Bülten das 2:0 verpassten, fingen sie sich einen Konter wie aus dem Bilderbuch ein, der ihnen zu allem Überfluss auch noch den Ausgleich bescherte (37.).

„Das hat den Spielverlauf zwar auf den Kopf gestellt, aber meine Mannschaft hat gut drauf geantwortet“, so van der Veen. Sein Namensvetter nämlich erzielte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff die erneute Führung, sodass die Kräfteverhältnisse passten. Doch um ein Haar wäre auch dieser Vorsprung schnell wieder Geschichte gewesen. In der 63. Minute nämlich foulte Keeper Dirk Wöltering einen gegnerischen Stürmer, parierte allerdings den anschließenden Strafstoß auch.

So blieb es vorerst beim 2:1 – für Jeroen van der Veens Geschmack viel zu lange. „Wir haben es verpasst, das dritte Tor nachzulegen. Die Chancen dafür waren vorhanden. Das müssen wir künftig besser machen. So blieb es bis zum Ende eben spannend“, war auch der Niederländer erleichtert, dass es trotz allen Zitterns am Ende endlich zum ersten dreifachen Punkt gewinn der Saison 2015/16 reichte.

Quelle: Westfälische Nachrichten (14.09.2015)